1. Für eine neuerbare Energiezukunft
    …………………………mit diesem Werbeslogan bewirbt der Energieriese RWE AG sein neues Image  und stellt sich als technologisch innovatives Unternehmen dar.  In vergleichbarer Weise ist auch Ihre Verbandsgemeinde Monsheim unterwegs für eine Zukunft, die stark durch eine erneuerbare  Energiegewinnung geprägt sein wird. Die Energiewende fängt damit bereits direkt vor unserer eigenen Haustür an. Was ist bisher  passiert?  Die Atomkatastrophe in Japan hat die Welt wachgerüttelt und das atomare Risiko bei allen von uns in die Köpfe gebracht. Die schrecklichen Bilder haben wir noch immer vor Augen. Die deutsche Politik hat motiviert durch diese Eindrücke neue Ziele in der Energiepolitik beschlossen und die Entwicklung sowie die Förderung von erneuerbaren Technologien der Energieerzeugung in den Mittelpunkt der Aktivitäten gestellt. Die Energieerzeugung aus Sonne, Wind und Biogas soll demnach Vorrang haben und wird besonders gefördert.


Mit der Ausweisung von Vorrangflächen im Flächennutzungsplan von Rheinland Pfalz die einen Schwerpunkt zur Windenergieerzeugung bieten wurden die Grundlagen gelegt. In unserer Verbandsgemeinde Monsheim wurden zwei Vorranggebiete ausgewiesen. Damit begann eine spannende Entwicklung die durch die aktuellen Beschlüsse der erst vor wenigen Monaten gegründeten  Gesellschaft „Energieprojekte Monsheim Anstalt öffentlichen Rechts“ zumindest für die Planungsphase ihren vorläufigen Höhepunkt hat.  Die Grundidee, die konsequent verfolgt wurde, war das mögliche Ertragspotential aus dem Verkauf von mittels Wind erzeugtem Strom nicht weiterhin  wenigen privatwirtschaftlichen Unternehmen zu überlassen sondern sich als Verbandsgemeinde Monsheim und damit öffentliche Gebietskörperschaft aktiv  zu beteiligen. Langfristiges Ziel war es neben der ökologischen Komponente  auch die  wirtschaftlichen Grundlagen unserer VG  durch die erwarteten Erlöse aus dem Stromverkauf zu verbessern.  Unter intensiver und tatkräftiger  Beteiligung des VG Bürgermeisters Ralph Bothe wurden verschiedene Möglichkeiten der Realisierung dieses großen Zieles geprüft und dabei stets das Verhältnis von Chance uns Risiko im Blick gehalten.  Bereits sehr früh war klar, wenn man Strom erzeugen will, muss man große Windkraftanlagen erwerben, was ein erhebliches Investitionsvolumen erfordert.
 
Nachdem in der Verbandsgemeindeverwaltung für solche Vorhaben keine Erfahrungen vorhanden waren,  wurden Fachleute für die technischen als auch die kaufmännischen Belangen angesprochen und  eingebunden.  Entwickelt wurde so  ein Projekt, dass die Errichtung von 5  bis 6  Windkraftanlagen auf der Gemarkung von Wachenheim verfolgte. In einem ersten Schritt mussten die Grundstückseigentümer  überzeugt werden, sich nicht frühzeitig mit einem beliebigen  Anbieter zu binden, sondern den Ideen der Verbandsgemeindeverwaltung zu vertrauen. In verschiedenen Verhandlungsrunden haben sich die politischen Gremien einen Überblick über die Dimensionen dieses Vorhabens verschafft und waren sich dabei der Tatsache bewusst, dass man hier für eine Gebietskörperschaft ein neues Betätigungsfeld betreten wird. Gleichzeitig hatte man ein Investitionsvolumen vor Augen, das in dieser Größenordnung alle bisherigen Projekte seit der Gründung der Verbandsgemeinde weit überragte.  
 
In  zahlreichen Verhandlungs- und Diskussionsrunden wurden über  viele Wochen  die anfänglich noch vagen Informationen in dieser neuen Materie erheblich verbessert und das vorliegende Zahlenmaterial schrittweise konkretisiert.  Ziel war es dabei stets die Risiken aus dem Bau und dem Betrieb dieser Windkraftanlagen zu reduzieren. Durch umfassende Service- und Wartungsverträge ergänzt mit diversen Versicherungen ist ein“  rund  um sorglos Paket“ entstanden, wie ein Verhandlungsbeteiligter berichtete.  Als Ergebnis nach der internationalen Ausschreibung konnte aus den Angebotspofilen von 3 Herstellern ausgewählt werden.  Um sich hier objektive und messbare Kriterien für die Vergabe  zu geben, wurden zunächst mit den eingebundenen Fachleuten klare Vergabekriterien festgelegt, die alle Parameter von den Investitionskosten bis zu den Betriebs- und Wartungsaufwendungen über die erwartete Betriebsdauer von rd. 20 Jahren  berücksichtigten.    Die finalen Entscheidungen der zuständigen Gremien werden in diesen Tagen getroffen, mit dem Ziel die Anlagen innerhalb eines knappen Jahres in den Betrieb gehen zu lassen.
 
Ihre FWG Vertreter haben sich sehr frühzeitig in dieses neue und innovative Vorhaben pro aktiv eingebunden und mit einer konstruktiv kritischen Mitarbeit dieses Projekt an vielen Stellen maßgeblich beeinflusst. Heute kann man sagen, dass  alle Risiken über die gesamte Laufzeit der Windkraftanlagen vertretbar und beherrschbar sind.
 
Freuen Sie sich mit uns auf eine neue Zukunft der erneuerbaren Energiegewinnung auch in unserer Region. Sind Sie stolz  auf eine Kommune, die bereit ist für eine lebenswerte Zukunft unserer Kinder  neue Wege zu gehen.         
                                                              
Uwe Schmidt
Vorsitzender