Liebe FWG Mitglieder,
verehrte Bürgerinnen und Bürger aus Flörsheim-Dalsheim,

und wieder liegt ein Jahreswechsel hinter uns. Zunächst hoffe ich, dass Sie das zurückliegende Jahr im persönlichen als auch beruflichen Umfeld nach Ihren Vorstellungen und Wünschen verleben konnten. Für das vor wenigen Stunden angebrochene Jahr 2013 wünsche ich Ihnen die Zeit um aus dem Alltäglichen etwas Besonderes zu machen, Zeit zum Genießen und zur Erfüllung vieler ganz persönlicher Wünsche. An erster Stelle wünsche ich Ihnen viel Gesundheit und Glück in einem Umfang, dass diese für weitere 364 Tage und in allen Momenten des Lebens ausreichen.


Natürlich werden uns im neuen Jahr 2013 auch die Themen beschäftigen, die im letzten Jahr bereits unseren Alltag bestimmt haben. Die Euro-Krise und der aufkommende Konjunkturpessimismus belasten unverändert die Wirtschaft und unser berufliches Umfeld. Dem entgegen stehen eine unverändert gute Auslandsnachfrage und ein stabiles Nachfrageverhalten der deutschen Konsumenten. Lassen wir uns zusammen nicht den positiven Blick in die Zukunft vernebeln und halten uns dabei an ein Zitat von Thomas Mann, der sagte:  "Das Positive am Skeptiker ist, dass er alles für möglich hält."

Kommunalpolitisch war das Jahr 2012  stark geprägt durch die Diskussion um die Energiewende und das entsprechende Engagements zur Windenergie auf Ebene unserer Verbandsgemeinde. Hier haben wir als FWG in einer sehr anspruchsvollen Meinungsbildung über die Ortsgrenzen hinaus und bei unterschiedlichen Ausgangspositionen, einen wesentlichen Betrag geleistet und damit den erfolgreichen Weg unserer Verbandsgemeinde in ein neues Energiezeitalter maßgeblich mitgestaltet. Sobald es die vorbereitenden Maßnahmen und die Witterung zulassen, werden die Bauaktivitäten für die Errichtung von 5 Windkraftanlagen in der Nähe von Wachenheim beginnen. Derzeit besteht die Option einer weiteren Anlage auf dem Gemarkungsgebiet unserer Ortsgemeinde.

Durch ein rückläufiges Steueraufkommen, insbesondere aus dem Bereich der Gewerbesteuer, ist unsere Haushaltssituation auf Ortsgemeindeebene unter Druck geraten. Nach aktuellen Einschätzungen, wird sich diese Situation auch in 2013 nicht wesentlich verändern.  Somit kann die politische Aufgabe und Zielrichtung nur darin bestehen, das Ausgabeverhalten an die verminderten Einnahmen anzupassen und alle Vorhaben einer noch kritischeren Prüfung zu unterziehen. Dabei können wir alle gemeinsam froh darüber sein, dass wir in der jüngeren Vergangenheit einige Großprojekte - die jedem von uns bekannt sind - realisiert haben, ohne den Schuldstand unserer Ortsgemeinde zu erhöhen und wir insgesamt durch unser tatkräftiges Wirken der letzten Jahre in allen Bereichen eine Lebensqualität in unserer Ortsgemeinde erreicht haben, die keinen Vergleich scheuen muss.

Vor diesem finanziellen Hintergrund hat uns die Nachricht vor wenigen Wochen über den schlechten Zustand des Dachstuhls unseres historischen Rathauses im Ortsteil Flörsheim und dem damit verbundenen hohen Sanierungsaufwand zu einem denkbar schlechten Zeitpunkt erreicht. Auch die Sanierung des Bahnhofgebäudes muss in Ermangelung von Landeszuschüssen noch etwas geschoben werden.  

Das Jahr 2013 wird daher gewiss kein Jahr weiterer Großprojekte werden. Vielmehr steht die individuelle Weiterentwicklung unserer erreichten Dorfstruktur verbunden mit Planungsüberlegungen von zukünftigen Projekten auf der Tagesordnung. Dabei dürfen die unterschiedlichen Einzelmaßnahmen von Privatinvestoren in unserer Ortsgemeinde auch nicht bei unserer Beurteilung fehlen. Auch hieraus entstehen wichtige Impulse und positive Einflüsse auch auf unser Ortsbild. Hier kann unsere  bürgernahe Politik unterstützen und den groben Rahmen für ein gutes Investitionsklima schaffen, ohne dabei die Entwicklungsziele unserer traditionsreichen Weinbaugemeinde zu vernachlässigen. Immer wieder erwähnenswert ist das hohe persönliche Engagement unserer Bürger im Ehrenamt, in Vereinen oder Einrichtungen, was sich sehr positiv auf den hohen Lebenswert in unserer Gemeinde auswirkt. Hierbei möchte ich das breite Engagement der Wein- und Kulturbotschafter ansprechen, die unsere Weinbaugemeinde mit unterschiedlichen Angeboten weit über unsere Regionsgrenzen bekannt und für Touristen interessant machen. Letztlich profitieren wir alle davon.

Zusammenfassend erlaube ich mir die Einschätzung, dass wir mit Stolz und Zufriedenheit auf das Jahr 2012 zurückblicken können und uns das Erreichte die Kraft und das Vertrauen gibt um den Herausforderungen im neuen Jahr mit Optimismus und Zuversicht zu begegnen.            


In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten Start in ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2013.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr

Uwe Schmidt